Die Kosten meiner anwaltlichen Dienstleistung

Bei mir gibt es keine Kostenfallen. Im Regelfall zum Ende des ersten Informationsgesprächs, jedoch spätestens bei Vollmachtübermittlung, kläre ich Sie über die voraussichtlichen Kosten meiner Inanspruchnahme und das voraussichtliche Gesamtkostenrisiko auf.

Nachfolgende Ausführungen können daher nur grobe Anhaltspunkte geben.

Die anwaltliche Dienstleistung untergliedert sich hinsichtlich der Kosten in drei Stufen:

1. Informelles Erstgespräch

Sie stellen mir Ihren Fall per Email oder Telefon vor. Im Falle einer Kontaktaufnahme per Email sollte sich ein Telefongespräch anschließen, um spontane Rückfragen sofort beantworten zu können.

In den meisten Fällen kann ich auf Basis des Erstgesprächs einen groben Überblick über die Sach- und Rechtslage geben und potentielle Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Das informelle Erstgespräch ist kostenfrei. Meistens kann ich zu diesem Zeitpunkt bereits über die voraussichtlichen Kosten aufklären.

2. Erstberatung

An das informelle Erstgespräch schließt sich häufig die Erstberatung an. Vorbereitend übermitteln Sie sämtliche (!) Unterlagen für eine erste Sichtung oder bringen diese zu einem Mandantengespräch mit. Die Erstberatung ist mit einer ersten Einschätzung der Sach- und Rechtslage und dem Aufzeigen der Strategien einer erfolgreichen Rechtsdurchsetzung abgeschlossen.

Die Kosten der Erstberatung betragen maximal 190,00 € zzgl. USt.

3. Außergerichtliche und gerichtliche Tätigkeit

Die außergerichtliche Tätigkeit umfasst die Rechtsdurchsetzung durch mich ohne gerichtliche Inanspruchnahme. Zu diesem Zweck übermitteln Sie mir eine Vollmacht. Vorher werde ich Sie -falls noch nicht geschehen- über die weiteren voraussichtlichen Kosten aufklären.

Die Anwaltsgebühren sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz geregelt und orientieren sich nach dem Gegenstandswert. Grundsätzlich gilt: Je höher Ihr wirtschaftliches Interesse an der erfolgreichen Rechtsdurchsetzung ist, umso höher sind die anfallenden Gebühren. Die Gebühren der Erstberatung werden auf die außergerichtliche Tätigkeit angerechnet.

Die gerichtliche Tätigkeit, meistens bestehend aus Betreiben des Verfahrens, Wahrnehmung von Terminen und ggf. einer Vergleichsgebühr orientieren sich ebenfalls an den Gegenstandswert. Eine erste Orientierung bieten die im Internet zu findenden Prozesskostenrechner.

Von dem oben genannten grundsätzlichen Ablauf gibt es natürlich Sonderfälle:

Rechtsschutzversicherung

Im Falle der Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung werden im Regelfall sämtliche Kosten mit Ausnahme einer Selbstbeteiligung übernommen.

Wenn ich die Kontaktaufnahme mit Ihrer Rechtsschutzversicherung übernehme, erfolgt dies immer nach Abschluss der Erstberatung. Zu einem früheren Zeitpunkt ist die Darstellung des Rechtsschutzfalles nicht möglich.

Wenn Ihre Rechtsschutzversicherung eine Kostenübernahme ablehnen sollte und Sie von einer weiteren Rechtsverfolgung absehen möchten, haben Sie daher die Kosten der Erstberatung zu tragen.

Kleine Anfrage per Telefon

Einen Rechtsrat erteile ich am Telefon im Rahmen einer kleinen Anfrage grundsätzlich nicht. Dies hat vor allem sachliche Gründe.

Im Versicherungsrecht kann eine seriöse Einschätzung der Sach- und Rechtslage meistens nur durch Sichtung des Bedingungswerkes erfolgen. Zu beachten ist, dass es kein einheitliches Bedingungswerk gibt. Versicherer passen Ihre Vertragswerke bis zu viermal im Jahr an die Gesetzlage und Rechtsprechung an. Dies bedeutet im Klartext: Eine Klausel zu Ihren Gunsten könnte bereits nach kurzer Zeit zu Ihren Ungunsten geändert oder gestrichen worden sein.

Ähnlich verhält es sich im Vergaberecht: Viele Vergaben werden individuell gestaltet. Hier kommt es besonders auf den genauen Wortlaut an. Häufig verwenden Vergabestellen veraltete/ nicht angepasste Formblätter, die eine Vergabe bereits aus formalen Gründen unwirksam machen können. Nach meiner Erfahrung passiert das sogar recht häufig.

In beiden Rechtsgebieten halte ich eine seriöse Rechtsberatung ohne Sichtung der Unterlagen für nicht möglich.

Stundensätze/ Pauschalsätze

Ein Mandatsverhältnis mit Stundensatzvereinbarung kommt generell dann zustande, wenn der Umfang der Tätigkeit nicht sicher abschätzbar ist.

Im Regelfall bin ich aber zu einer verbindlichen Kostenschätzung auch bei einer Stundensatzvereinbarung in der Lage. Je nach Einzelfall kann auch ein Pauschalsatz vereinbart werden.

Generell werden Mandate im Vergaberecht nur zum Stunden- oder Pauschalsatz übernommen. Grund ist, dass die gesetzlichen Gebühren nicht im Ansatz im Verhältnis zum Arbeitsaufwand stehen.

Beratungshilfe

Wenn Sie sich mich als Anwalt nicht leisten können, besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Berechtigungsscheins für Beratungshilfe. Dieser kann am Amtsgericht des Wohnsitzes beschafft werden. Er fällt dann zusätzlich eine Eigenbeteiligung in Höhe von 15,00 € an. Zur Übernahme einer Erstberatung bin ich als Rechtsanwalt gesetzlich verpflichtet.

Vorschuss

Ein Vorschuss wird im Regelfall abgerechnet. Die entsprechende Vorgehensweise wird nach Abschluss der Erstberatung und vor Beginn der außergerichtlichen Tätigkeit abgestimmt.